Standard Zwerg-Cochin 

Musterbeschreibung Zwerg-Cochin

Herkunft

China, 1886 in Deutschland eingeführt

Gesamteindruck

Massiges, tiefgestelltes Hühnchen mit breitem, gedrungenem, vorn tief getragenem Körper. Sehr volle, weiche, flaumreiche Befiederung, die alle Formen abrundet (Federball)

Rassemerkmale Hahn

Rumpf: sehr breit und voll erscheinend, nach vorm geneigter Körper, tiefgestellt

Hals: kurz, mit vollem, breitem, weichem Behang, der auf Schultern und Rücken fällt.

Rücken: breit, kurz, zur Kruppe ansteigend

Schultern: breit, nicht hervortretend

Flügel: klein, aber breit, fest anliegend, im Flaumgefieder eingebettet

Sattel: stark entwickelter Behang

Schwanz: aus weichen Federn bestehende, gut geschlossene Kruppe, die kurz, breit und voll befiedert sowie stark gewölbt und allseitig gerundet ist.

Brust: breit, voll, tief getragen

Bauch: voll, weich, reich befiedert

Kopf: verhältnismäßig klein

Gesicht: glatt, über den Augen mit feinen Federchen besetzt

Kamm: einfach, klein, aufrecht, gleichmäßig gezackt

Kehllappen: gut gerundet, dünn im Gewebe

Ohrlappen: rot

Augen: rot, orange gestattet, bei Schwarz und Birkenfarbig auch rotbraun gestattet

Schnabel: kräftig, kurz, farblich in Anlehnung an die jeweilige Lauffarbe

Schenkel: kräftig, kurz, reich befiedert, starke Kissenbildung, gut entwickelte Stulpen aus weichen Federn bestehend

Läufe: kurz, stark befiedert

Zehen: vier, mittellang, Mittel- und Außenzehe stark befiedert

Rassemerkmale Henne

Gesamterscheinung massiger als der Hahn wegen ihrer tieferen, nach vorn geneigten Haltung und des lockeren Gefieders. Sattelkissen sehr voll, gewölbt und als Kruppe zum höchsten Punkt über der Schwanzmitte ansteigen. Kopf, Kamm und Kehllappen zierlicher als beim Hahn.

Gefiederstrukturen

Glatt: Gefieder weich und voll mit üppiger Flaumbildung

Gelockt: Die Federn des Deckgefieders bilden gut aufgerollte Locken (mindestens eine halbe Drehung). Die zum Kopf hin aufgerichteten Federn des Halsbehanges bilden eine Halskrause. Alle Federn mit breiten Fahnen. Nur in Schwingen und Schwanz weniger geschlossene Federn als bei den Glatten.

Grobe Fehler

Schmaler oder langer Körper, hohe Stellung, aufgerichtete Haltung, zu flache, spitze oder offene Kruppe (zu wenig Ballform) zu schwache Kissen- und Stulpenbildung, fehlende Mittelzehenbefiederung, weiß in Ohrlappen.

Farbenschläge

Gelb, Schwarz, Weiß, Blau, Perlgrau, Rot, Schwarz-weißgescheckt, Gesperbert, Gelb-gesperbert, Perlgrau-gesperbert, Kennfarbig, Goldhalsig, Blau-goldhalsig, Silberhalsig, Braun-gebändert, Silberfarbig-gebändert, Birkenfarbig, Weiß-schwarzcolumbia, Weiß-blaucolumbia, Gelb-schwarzcolumbia, Gelb-blaucolumbia, Gold-weizenfarbig, Silber-weizenfarbig, Gold-porzellanfarbig, Kennfarbig, Bobteilfarbig

Alle Farbenschläge auch in "Gelockt" anerkannt

Gewicht: Hahn 850 g, Henne 750 g.

Bruteier-Mindestgewicht: 35 g.

Schalenfarbe der Eier: Braun.

Ringgrößen: Hahn 16 , Henne 15

Quelle: Rassegeflügel-Standard für Europa.

Goldporzellanfarbig, seit 1997, Herauszüchter: Sicking/ Pöthig

Hahn: Kopf hell goldbraun, Hals- und Sattelbehang goldbraun mit geringer schwarzer Schaftstrichzeichnung, an den Federenden mit kleinen schwarzen Tupfen mit angedeuteter weißer Perlzeichnung. Flügeldecken rotbraun; geringe Zeichnung vorerst gestattet. Die großen Flügeldeckfedern (Binden) goldbraun mit schwarzen Tupfen und weißen Perlen an den Enden. Armschwingen außen goldbraun, das Flügeldreieck bildend, innen schwarz. Handschwingen schwarz mit braunen Außenrand. Arm- und Handschwingen am Ende mit mehr oder weniger ausgeprägten weißen Endtupfen. Brust, Bauch- und Schenkelgefieder hell goldbraun mit schwarzen Tupfen und angedeuteten weißen Perlen am Federende. Schwanz schwarz mit Grünglanz und angedeuteten weißen Federenden. Fußbefiederung in Anlehnung an Brust- und Bauchgefieder. Lauf- und Schnabelfarbe gelb. Augenfarbe orangerot. Henne: Im gesamten Farb- und Zeichnungsbild der Brust des Hahnes entsprechend. Etwas hellerer Grundfarbton auf Brust und Bauch gestattet. Halsbehang leuchtend goldbraun mit schwarzen Schaftstrichen, an den Federenden mit kleinen schwarzen Tupfen und angedeuteter weißer Perlzeichnung. Flügeldeckfedern (Binden), Schwingen und Fußbefiederung wie beim Hahn. Steuerfedern schwarz mit angedeuteten weißen Federenden. Lauf- Schnabel- und Augenfarbe wie beim Hahn.

Bedingt durch die weiche Federstruktur sind die Zeichungsfarben nicht überall scharf abgegrenzt. Während bei Junghähnen und -hennen die weiße Perlzeichnung nur angedeutet ist, wird sie bei Alttieren größer und gleichmäßiger ausgebildet, so dass insbesondere die Binden deutlicher erscheinen.

Grobe Fehler: Zu lehmige, zu rötliche oder stark ungleichmäßige Grundfarbe; mit viel Moos durchsetzte Grundfarbe; sehr unreine, viel zu grobe oder fehlende Zeichnung; fehlende oder sehr ungleichmäßige Bindenzeichnung; überwiegend weiße Hand- oder mit viel Weiß durchsetzte Armschwingen und Fußbefiederung; viel zu helles Untergefieder.

Schwarz, seit 1886

schwarzes Gefieder mit grünem Glanz. Untergefieder dunkel, Lauffarbe beim Hahn gelb, bei der Henne gelb mit grauem Anflug.

Grobe Fehler: Weiß im Gefieder; mattes oder violett glänzendes Gefieder.

Quelle: https://www.zwerg-cochin.de/index.php/zwergcochin.html

Schwarz-weißgescheckt, seit 1966, Herauszüchter: Knour (Pöthig)

Hahn: schwarze, grün glänzende Grundfarbe. Federn der Brust, Kruppe und Schenkel mit rein weißen Federenden. Hals- und Sattelbehang sowie Flügeldecken mit feiner, weißer, v-förmiger Federspitzenzeichnung. Henne: auf schwarzem, grün glänzendem Grund eine möglichst gleichmäßig verteilte, zarte, rein weiße, v-förmige Zeichnung am Federende. Schwingen und Schwanzfedern bei beiden Geschlechtern möglichst mit weißen Federenden. Die schwarze Grundfarbe ist vorherrschend. Die weiße Zeichnung tritt im Alter stärker hervor. Ein bis zwei überwiegend weiße Handschwingen beim Hahn und vor allem bei Alttieren gestattet. Lauffarbe gelb, grauer Anflug gestattet.

Grobe Fehler: Überwiegen der weißen Zeichnungsfarbe; völlig weiße Federn im Gefieder; Säumung oder rote und gelbe Federn in den Behängen.

Gold-weizenfarbig, seit 1969, Herauszüchter: Aschenbach

Hahn: Kopf-, Hals- und Sattelbehang braunrot mit goldfarbener Säumung ohne Schaftstriche. Schultern, Flügeldecken und Rücken hell rotbraun. Brust, Bauch und Schenkelkissen schwarz mit hellerem Untergefieder, etwas braune Zeichnung in der Brust gestattet. Armschwingen aussen goldbraun, das Flügeldreieck bildend, innen matt schwarz. Handschwingen matt schwarz mit braunem Außenrand. Flügelbinden schwarz mit grünem Glanz. Schwanz schwarz mit grünem Glanz, bei großen Deckfedern braune Umrandung gestattet. Henne: Kopf und Halsbehang goldbraun, wenig matt schwarze Zeichnung gestattet. Rücken- und Mantelgefieder weizenfarbig. Brust, Bauch- und Schenkelkissen hell weizenfarbig bis semmelfarbig. Weizenfarbige Schwanzdecke auf grauschwarzem, lederbraun schattierten Steuerfedern. Schwingen weizenfarbig, schwarz auf der Innenfahne der Armschwingen. Etwas dunklere oder hellere Tönung des Gesamtbildes gestattet. Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: Viel Braun im Schwanz des Hahnes, Moos oder Pfeffer im Mantelgefieder der Henne; zu helle, weißliche oder zu dunkle, rötliche Mantelfarbe der Henne; Schilf.

Bobtailfarbig

Hahn: Kopf cremeweiß, Hals- und Sattelbehang gräulich cremefarbig mit angedeuteten bräunlichen Schaftstrichen und hellen Federkielen. Schultern und Flügeldecken cremefarbig mit angedeuteter, der Federform folgender, bräunlicher Zeichnung, hellem Federinnenfeld und Federrand. Brust, Bauch und Fußbefiederung sowie Schwingen cremefarbig.Henne: Kopf und Halsbehang weiß. Brust hell gräulich beige, Mantelgefieder grau, Federkiele etwas heller gestattet. Bauch und Flanken im grau etwas heller. Armschwingen in Anlehnung an das Mantelgefieder. Handschwingen und Fußbefiederung im Ganzen heller. Augenfarbe orange, Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: Beim Hahn zu weißer Halsbehang; zu dunkles Schmuckgefieder; viel bräunliche Einlagerung im Rücken. Bei der Henne stark ungleichmäßige Mantelfarbe; zu dunkler Halsbehang; zu graue Brustfarbe.